Es wurde in meinem Wohnsitz eine Beschlagnahme durchgeführt

Ich habe eine Nachricht erhalten

Der Gerichtsvollzieher kann nach Ablauf der gesetzlichen Frist von einem Monat, in Begleitung eines Zeugen, ein Inventar Ihrer Möbel und Ihrer beweglichen Sachen aufstellen, mit Ausnahme der Güter, die laut Gesetz nicht beschlagnahmt werden dürfen.

Wenn Sie zum Zeitpunkt des Besuches des Gerichtsvollziehers, während dessen diese Liste aufgestellt werden sollte, nicht anwesend sind, wird oft eine Nachricht in Ihrem Briefkasten hinterlassen, in der Sie dazu aufgefordert werden, dringend mit der Amtsstube Kontakt aufzunehmen, um die geforderten Summen zu bezahlen oder eine Regelung mit Ratenzahlungen zu treffen.

Wenn Sie auf diese Nachricht nicht reagieren, wird der Gerichtsvollzieher in Begleitung eines Schlossers und mit Einsatz staatlicher Gewalt zurückkommen, um das Inventar Ihres Eigentums zu machen.

Mein Eigentum wurde beschlagnahmt. Was bedeutet das?

Das bedeutet, dass Sie nicht mehr frei über Ihr Eigentum verfügen können (z.B. können Sie es nicht mehr verkaufen) und es nicht anderswo abstellen können, um ihrem Verkauf zu entweichen. Das wäre tatsächlich eine Straftat. Die betreffenden Texte der Artikel 490 bis und einschließlich 507 des Strafgesetzbuches werden im Beschlagnahmeprotokoll, dass ebenfalls das Datum, die Uhrzeit und den Ort, wann und wo der öffentliche Verkauf stattfinden wird, aufgeführt.

Zwischen dem Tag der Beschlagnahme und dem für den Verkauf vorgesehenen Tag (mindestens 1 Monat später) kann der Schuldner noch mit dem Gerichtsvollzieher eine Regelung treffen, ggf. einen strengen Tilgungsplan vereinbaren, um den öffentlichen Verkauf seines Besitzes zu vermeiden. Wenn die zugestimmte Tilgungsregelung nicht respektiert wird, wird der Gerichtsvollzieher dazu gezwungen werden, ein neues Datum für den Verkauf festzusetzen.

Und wenn ich gar nichts bezahle?

Der Gerichtsvollzieher hängt in der Regel 4 Tage vor dem festgelegten Verkaufsdatum Anschlagzettel auf, auf denen der Verkauf angekündigt wird.

Wenn die Bezahlung des vom Gerichtsvollzieher geforderten Betrags gar nicht oder nur teilweise erfolgt, werden die beschlagnahmten Güter aufgeladen und zum Verkaufssaal transportiert, um dort verkauft zu werden.

Können auch mein Gehalt oder mein Haus beschlagnahmt werden?

Der Gerichtsvollzieher kann bei ihrem Arbeitgeber eine Beschlagnahme ihrer Einnahmen durchführen soweit das Gesetz es zulässt (abtretbarer Anteil). Er kann auch Ihr Finanzkonto (Bank, Post, usw.) beschlagnahmen. Das nennt man eine Forderungspfändung. Der Gerichtsvollzieher kann auch Ihre Immobilien beschlagnahmen. Das nennt man eine Immobiliarpfändung.

 

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