Und wenn ich nicht (mehr) bezahlen kann?

Ich kann nicht mehr bezahlen, weil ich meine Arbeit verloren habe, weil ich geschieden bin, weil ich arbeitsunfähig bin, oder weil ich einen Unfall hatte.

In dem Fall ist es in Ihrem Interesse, dass Sie den beauftragten Gerichtsvollzieher unterstützt von Belegen informieren. Er wird gegebenenfalls bei Ihrem Gläubiger ein Moratorium beantragen. Vorausgesetzt, dass dieser letzter einverstanden ist, kann er die Verfolgung während einer festgelegten Frist stunden oder kann er Ihnen genehmigen, den Betrag Ihrer monatlichen Zahlungen vorübergehend zu verringern.

Sie können auch die Budgethilfe des C.P.A.S. beanspruchen. Dieses Amt wird Ihnen dabei helfen, ein Inventar Ihrer Einnahmen und ihrer finanziellen Verpflichtungen zu erstellen, Ihre essentiellen Bedürfnisse und Ihre Prioritäten zu ermitteln und um zu bestimmen, wie Sie die verfügbare Marge anwenden können, um Ihre Gläubiger zu bezahlen. Es kann so Ihre Lage einschätzen und, falls erforderlich, eine vermittelnde Rolle zwischen Ihnen und dem Gerichtsvollzieher übernehmen.

Achtung: Die Genehmigung einer Zahlungsfrist ist kein absolutes Recht. Sie muss von einem Richter auf der Grundlage eines motivierten Antrags eingewilligt werden. Vor oder nach dem Urteil ist sie von Ihrem Gläubiger abhängig

Ich bin überschuldet

Sie sehen sich fälligen Schulden (sofort zu bezahlen) gegenübergestellt, die Sie nicht dauerhaft mehr begleichen können. Es handelt sich also nicht um vorübergehende Schwierigkeiten, die Sie verhindern, Ihre Verpflichtungen aufzunehmen. In einem Solchen Fall ist es zweifellos in Ihrem Interesse, dass Sie einen Antrag auf eine kollektive Schuldenregelung wie vorgesehen im Gesetz vom 5. Juli 1998, stellen. Dazu setzen Sie sich mit Ihrem Gerichtsvollzieher, mit Ihrem C.PA.S. einem Schuldenvermittlungsdienst oder mit einem Anwalt in Verbindung.

Für mehr Einzelheiten klicken Sie bitte hier oder downloaden Sie die beigefügte Broschüre.

Ich bin einer vorläufigen Verwaltung unterstellt

In dem Fall informieren Sie bitte den Gerichtsvollzieher und übermitteln Sie dessen Korrespondenz direkt an Ihren Verwalter. Der Gerichtsvollzieher muss sich an ihn wenden, weil er ja Ihren Besitz verwaltet.

Ich bin in Konkurs oder unterliege einer Kollektivschuldenregelung

Sie müssen nicht mehr reagieren auf Schulden aus der Zeit vor Ihrem Konkurs oder vor Ihrer Zulassung zur Kollektivschuldenregelung. Es ist Ihr Konkursverwalter oder Ihr Vermittler, der die Beziehungen zu Ihren Gläubigern und deren Vertretern pflegen muss. Für Schulden aus der Zeit nach diesem Datum, können Sie allerdings noch persönlich verfolgt werden. Informieren Sie allerdings in allen Fällen den Gerichtsvollzieher.

Achtung bitte. Im Rahmen der Kollektivschuldenregelung ist es die Zulassungsentscheidung, welche die Ausführung stoppt und NICHT die Einreichung des Antrags.

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