Ich habe eine Vorladung erhalten

Was ist eine Vorladung?

Eine Vorladung ist eine Einladung, um vor Gericht zu erscheinen. Sie wird Ihnen von einem Gerichtsvollzieher an Ihrem Wohnsitz oder Geschäftssitz zugestellt. Wenn der Gerichtsvollzieher Ihnen diese Vorladung nicht persönlich oder an eine Person, die dazu ermächtigt wurde, um in Ihrem Namen eine Kopie des Schriftstücks in Empfang zu nehmen, aushändigen konnte, hinterlässt er eine Kopie in einem verschlossenem Umschlag mit der Aufschrift « Pro Justitia » auf Ihren Namen in Ihrem Briefkasten. Am nächsten Tag informiert ein Schreiben Sie darüber, dass Sie in seiner Amtsstube eine Kopie dieses Schriftstücks abholen können.

Das Original dieser Vorladung wird im Normalfall der Kanzlei zugeleitet des Gerichtes vor dem Sie vorgeladen wurden. Daraufhin wird die Sache offiziell terminiert an dem Tag, der in der Vorladung festgelegt wird: das nennt man die « Eintragung in die Rollen ». Durch diese Eintragung werden Gebühren fällig, die nach dem Sachwert und der Gerichtsbarkeit variieren: diese Gebühren decken die Kosten für die Organisation der Sitzung durch das Gericht. Die entsprechenden Beträge können hier eingesehen werden.

Eine Vorladung, wie geht das?

Die Vorladung umfasst meistens die nachstehenden Elemente:

  • Das Datum der Vorladung
  • Die vollständige Identität der Person, Gesellschaft oder der Organisation (bezeichnet als der « Antragsteller », der « Kläger » oder der « Gläubiger ») welche die Vorladung eingeleitet hat, wie auch die Identität des Anwalts, der sie vor Gericht vertritt;
  • Die Identität des zuständigen Gerichtvollziehers und, wenn von Anwendung, die des Stellvertreters, der Ihnen dieses Schriftstück zustellt;
  • Die Identität der Partei die aufgefordert wurde, um vor Gericht zu erscheinen (auch bezeichnet als der « Angeklagte » oder als der « Beklagte »), d.h. Sie; 
  • Die Auseinandersetzung der Gründe auf denen die Forderung der antragstellenden Partei basiert sind (Vertragsbedingungen oder gesetzliche Bestimmungen) ; 
  • Die Abrechnung der Summen, die von Ihnen gefordert werden;
  • Das Datum der Sitzung, wie auch die Angabe und die Anschrift des Gerichts, vor dem Sie erscheinen müssen ; 
  • Den Gegenstand des Antrags, den die antragstellende Partei an den Richter stellen wird (Textteil « Um … ») ; 
  • Die Kosten der Vorladung; 
  • Wenn erforderlich, eine Übersetzung und etwaige Anlagen.

Ist es möglich um eine Verurteilung zu vermeiden?

Wenn es sich um eine nicht von Ihnen angefochtene Schuld handelt, die Sie bis dahin nicht beglichen haben, ist es Ihnen immer noch gestattet, dass vor der Sitzung zu tun, unter der Bedingung, dass sie Sich dringend mit der Amtsstube in Verbindung setzen, um eine aktualisierte Abrechnung zu erhalten. Sie müssen jetzt tatsächlich, abgesehen von der Hauptsumme und von anderen Nebensummen, die Sie dem Gläubiger schulden (Zinsen, Entschädigungen) auch die Kosten der Vorladung und ein Viertel der Verfahrenskosten die gesetzlich festgelegt sind, bezahlen. Nur die Begleichung aller Schulden wird es Ihnen ermöglichen, einer Verurteilung zu entkommen.

Muss ich zur Sitzung gehen?

Wir empfehlen Ihnen sehr, um sich zur Sitzung zu präsentieren oder um sich vertreten zu lassen, vorzugsweise von einem Anwalt oder eventuell von einer Ihnen nahestehenden Person (die über eine von Ihnen verfasste schriftliche Vollmacht verfügt). Wenn Sie nicht zur Sitzung anwesend sind, gehen Sie das Risiko ein, in Abwesenheit verurteilt zu werden. Wenn erforderlich müssten Sie gegen die Entscheidung Berufung einlegen, um Ihre Argumente durchzusetzen. Dieses Verfahren muss innerhalb von sehr strengen Terminen erfolgen.

Wenn Sie die Ansprüche Ihres Gegners bestreiten, sollten Sie zur Sitzung Beweisstücke mitbringen (z.B. Zahlungsbelege, Abrechnungen, erhaltenen und versendeten Schriftwechsel, usw.). Gegebenenfalls können Sie den Richter darum bitten, die Bezahlung Ihrer Schulden in der Zeit zu verteilen. Wenn der Richter Ihnen diese Bedingungen und Termine einwilligt, müssen Sie sich strengstens daran halten. Wenn Sie das nicht tun, kann der Gläubiger das Verfahren sofort wieder aufnehmen und eine Zwangsvollstreckung verlangen, insbesondere durch eine Beschlagnahme Ihrer beweglichen oder unbeweglichen Eigentümer innerhalb der gesetzlich festgelegten Fristen.

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